TikTok & Co. | Wie soziale Medien heutzutage wirken

TikTok & Co. | Wie soziale Medien heutzutage wirken
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In Bereichen wie den sozialen Medien reicht es nicht, wenn man sich vielleicht ein paar Mal im Jahr die neuesten Trends ansieht, dann versucht sich irgendwie anzupassen und sich zurücklehnt, weil die eigenen Plattformen “eh auf dieses mobile first ausgerichtet sind”. Die Frage, wie soziale Medien heutzutage wirken, möchten wir sowohl aus einem gestalterischen als auch inhaltlichen Aspekt beleuchten. 

Ein essenzieller Faktor, der vor allem in Zeiten von Corona stark bemerkbar ist, und den man nie außer Acht lassen sollte ist der größte Feind einer objektiven Online-Erfahrung: die Filterblase. In dieser befinden wir uns eigentlich immer, wenn wir auf sozialen Netzwerken verkehren. Denn die schlauen Algorithmen arbeiten stets daran, uns nur gewisse Inhalte anzuzeigen und Informationen zu filtern. Gerade jetzt ist es besonders kritisch, wenn User in ihrer Blase bleiben, sich nur über bestimmte Medien informieren und möglicherweise an Fake-News glauben. Ein marketing-relevanter Aspekt, der mit dem Thema Filterblase einhergeht, dreht sich um die Reichweite. Gelangt meine Message als Marke überhaupt an die Zielgruppe? Genau deshalb ist es so wichtig die Persönlichkeiten und damit auch das Nutzungsverhalten der eigenen (potenziellen) Kund*innen so gut zu kennen. Für alle, die genauer daran arbeiten wollen den Weg zu den besten Kund*innen zu finden, gibt’s bereits einen interessanten Beitrag


Wo sind sie denn?

Natürlich erfragen wir damit nicht den konkreten Aufenthaltsort der Zielgruppe während der Nutzung (obwohl auch dieser Fakt viele Insights und Anpassungsmöglichkeiten für Vermarkter*innen bringt). Nein, in erster Linie muss klar sein, über welche Plattformen man sie erreichen kann. Und damit meinen wir nicht nur “Facebook oder Instagram”, sondern PinterestTikTok oder Houseparty. Natürlich müssen dabei das Unternehmen und die ausgewählten Maßnahmen zu den Plattformen und der Zielgruppe passen. Wir sagen: je jünger die Zielgruppe, desto wahrscheinlicher, dass Newcomer-Plattformen genutzt werden. Denn wenn die Omi sich auf Facebook einloggt, loggen sich die Enkerl meist schnell aus. 


Smartphone oder Tablet?

Bei der Gestaltung der Inhalte muss eines klar sein: mobile first reicht nicht mehr. Als dieser Designtrend die Werbewelt eroberte, nutzten immer mehr Internetnutzer*innen ein mobiles Endgerät. Mittlerweile können wir sogar über unseren Fernseher surfen. Mit mobile first haben Werbegestalter*innen begonnen, alle relevanten Inhalte zunächst auf den kleinsten Bildschirm zu optimieren und anschließend auf größere anzupassen. Somit gehen weniger Inhalte verloren, wenn man erst zuletzt den Content für ein kleines Endgerät anpasst. Eine gewisse Einschränkung wird es aber immer beim mobile first Ansatz geben. Wichtig ist auch hier wieder, die Zielgruppe zu kennen. Möglicherweise nimmt diese in vielen Situationen sowieso lieber das Tablet zur Hand. Ein neuerer Ansatz, der besser auf die Nutzer*innen eingeht, ist das journey-driven design. Dabei wird die Optimierung der Inhalte auf die verschiedenen Phasen der “Reise” der Nutzer*innen angepasst, um immer die relevantesten Informationen hervorzuheben. Wenn also die Nutzer*innen vom mobilen Endgerät zum Tablet wechseln und eventuell die letzte Phase auf dem Desktop stattfindet, dann müssen die Inhalte auch so angepasst sein. Denn gutes Design zwingt die Zielgruppe nicht, die Geräte zu verwenden, von dem das Unternehmen möchte, dass sie es in die Hand nimmt, sondern bietet den Nutzer*innen die bestmöglichen Inhalte zum bestmöglichen Zeitpunkt in der user journey


Hoch leben die Content-Manager*innen

Ein gut organisiertes Unternehmen, kann eigentlich nicht auf sie verzichten: die Multitalente des Marketings. Denn die Frage wann, wie und wo die Inhalte die Zielgruppe erreichen sollen, können am besten sie beantworten. Und nicht nur das: neben der Planung und Betreuung der Plattformen und deren regelmäßige Optimierung, liegt auch die Erstellung von Bildern, Texten oder multimedialen Inhalten in ihren Händen. Konkret bedeutet das sehr gute Kenntnisse von CMS, Designprogrammen und SEM. Wie breit das Aufgabengebiet aber tatsächlich ist, hängt natürlich vom Unternehmen ab.  


Vom Innovator zum Laggard

Jeder, der sich schon mal mit technischer Diffusion beschäftigt hat, sollte jetzt die oft bunt eingefärbte Diffusionskurve vor dem inneren Auge sehen. Das was die meisten Digital Natives schon vor vielen Jahren in den Weiten des Internets erlebt und erlernt haben, kann heutzutage sehr gut bei den oft älteren Digital Immigrants beobachtet werden. Haben die Großeltern einen früher oft ermahnt “endlich das Handy wegzulegen” sind es heute meist sie, die sofort das Smartphone zücken, um den Bekannten schnell ein Foto zu schicken oder kurz den WhatsApp Status zu aktualisieren. Eines passiert im Netz dann recht schnell: die Beeinflussung. Vor allem im Tourismus geschieht das in einem positiven Sinne. Es werden Erlebnisse und Dienstleistungen vermarktet, die die Zielgruppe oft aus dem Alltag der sozialen Medien herausholen sollen. Marketing kann also sehr wohl positive Emotionen und langlebige Erinnerungen für Kund*innen schaffen. 
Plattformen wie Facebook, TikTok & Co wirken sich im allgemeinen Sinn aber auch auf die Psyche aus. Und das nicht nur im Sinne der Konzentration oder anderer körperlicher Nachwirkungen von zu langem Surfen. Auch das Selbstwertgefühl kann schnell unter dem vermittelten Idealbild leiden. Die Tatsache, dass das allerdings meist der Kernpunkt von Werbung ist – nämlich ein solches Idealbild zu verkaufen – öffnet viele weitere Fragen, denen die Heimatbummlerinnen auf den Grund gehen werden… 


TOP 3 BEST PRACTICE BEISPIELE



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