Marketing mit Vision

Marketing mit Vision
Lesezeit: 3 Minuten

Ein Tourismusbetrieb kann nur erfolgreich sein, wenn genug Gäste das Angebot in Anspruch nehmen. Doch ein paar gute Ideen zu einer neuen Broschüre oder einem Social Media Posting reichen aber nur selten aus, um langfristig einen Kundenstamm aufzubauen und Profit aus dem Betrieb zu schlagen. Das Marketing eines Tourismusbetriebes braucht eine Vision und Ziele, auf denen es aufbauen kann.  

Dein Kochrezept zum Erfolg 

Der sogenannte „Marketingplan“ für einen Tourismusbetrieb ist vergleichbar mit einem Kochrezept. Es braucht ein paar Grundkenntnisse, einen geregelten Ablauf in der Zubereitung und das gewisse Feingefühl für das Anrichten. Alles zusammen hilft es dem Betrieb sich selbst effektiv zu vermarkten und erfolgreich mehr Gäste anzuziehen.  

Genau wie beim Kochen folgen wir unserem eigenen Kochrezept, um genau zu wissen, wie wir anfangen sollen und welche Schritte einzuhalten sind. Natürlich kochen viele ganz ohne Rezept, jedoch steht dem jahrelangen Üben bevor und entstand nicht über Nacht. Genau dasselbe gehört zu einem guten Marketing. Daher ist es auch klar, dass mit einem guten Marketing Grundrezept, jede*r zu einem/einer Spitzenköch*in werden kann.  


5 kinderleichte Schritte zum Marketing Grundrezept 

1. Strategische Ziele  

Bevor noch jegliche Marketing Aktivitäten sprachreif werden sollten, braucht es klar definierte Ziele. Die Grundzutaten dafür sind folgende Fragen: 

Wer bin ich? Sei dir im Klaren wer du als Betrieb bist!  
Was mache ich? Schreibe nieder was denn genau dein Service oder dein Produkt ist.  
Wie bin ich? Modern, traditionell, familiär, …  
Warum biete ich mein Service überhaupt an? Aus Erfahrung ist genau das warum der ausschlaggebende Faktor für einen knaller Marketing Plan.  

2. Konkrete Ziele 

Nachdem du Antworten auf diese Fragen hast und dir im Marketing-klaren bist, geht es los mit strategischer Zielsetzung. Schreibe genau nieder was du über einen bestimmten Zeitraum erreichen willst. Hier einige Grundzutaten die in die meisten Rezepte passen.  

  • Umsatz um x% steigern 
  • Bekanntheitsgrad 
  • Kundenzufriedenheit 
  • Kundenbindung 

Bei der Zielsetzung mach dir bewusst wofür du bekannt bist. Nütze deine Stärken noch mehr und arbeite an Dingen, die Verbesserungspotential mit sich bringen. Vergiss’ nicht deine Ziele klar zu definieren, sie müssen „Smart“ sein und Schritt für Schritt zum Erarbeiten sein – Rom ist nicht an einem Tag erbaut worden, warum sollte dann dein Marketing von heute auf morgen passieren.  

3. Planung der Maßnahmen 

Jetzt weißt du schon was dein fertiges „Gericht“ sein wird, nun geht es an die Maßnahmensetzung.  
Marketingaktivitäten und Ideen dafür gibt es wie Sand am Meer. Dafür reicht ein Paragraph leider nicht aus. Jedoch gibt es eine Frage, die ich für ganz besonders wichtig bei Marketing Maßnahmen halte und zwar ist es die Online vs. Offline Frage. Viele Mäuler behaupten online Marketing ist das einzig wahre und offline Marketing ist tot. Doch das stimmt so nicht. Ob nun online oder offline besser für seinen eigenen Betrieb ist, hängt ganz allein davon ab, was und wen ich damit erreichen will. 

Die beiden Marketing Arten, online und offline unterscheiden sich vor allem dahingehend, welche Kommunikationsmittel verwendet werden. Beim Offline-Marketing werden in erster Linie analoge Medien wie Magazine oder Werbeplakate verwendet, während im Online-Marketing digitale Elemente wie Werbebanner oder sogar Werbespiele zum Einsatz kommen. Außerdem – Die Marketingaktivität muss immer auf die Zielgruppe abgestimmt sein. Denn nur so sprichst du auch die richtige Personengruppe an.  

Chefkoch-Tipp
Viele Betriebe haben schon vor Jahren einen Marketingplan inklusive Maßnahmen erstellt. Doch die Zeiten verändern sich. Wie ein Café von Zeit zu Zeit moderne und trendige Gerichte in die Speisekarte mitaufnimmt, um neue Kunden anzusprechen, sollten auch die Marketingaktivitäten mit der Zeit gehen. Veränderung in der Gesellschaft braucht auch Veränderung in den Unternehmen. Es ist daher wichtig neue Möglichkeiten zu erkennen und zu nützen. Sag auf Wiedersehen zu „wir machen‘s so, wie wir’s immer gemacht haben“ und schaffe Platz für Zielgruppengerechtes Marketing. 

4. Budget 

So, jetzt bist auch du bald ein Marketing Chefkoch. Du weißt was du Kochen willst, was für Zutaten du verwenden möchtest und welche Arbeitsschritte du zu erledigen hast. Doch bevor es ans Kochen geht, musst du auch sicher gehen, dass deine verwendeten Maßnahmen ins Budget passen.  
Sobald du dein Marketing Budget kalkuliert hast (kann von einer fixen Summe bis hin zu einem Prozentsatz pro Buchung sein), kannst du es den verschiedenen Aktivitäten zuordnen.  

Chefkoch-Tipp
Günstig oder teurer bedeutet nicht gleich besser oder schlechter! Achte immer auf Qualität statt Quantität.  

5. Aktionsplan 

Jetzt geht’s an den Ablauf! Lege dir alle Zutaten zurecht und Plane Schritt für Schritt wann du was verwenden möchtest. Am besten schreibe alles nieder und mach einen Kalender zur Übersicht, damit alles zur rechten Zeit stattfindet.  

Chefkoch-Tipp
Schau dir genau an wann deine Kunden buchen und plane mithilfe des Richtigen Timings, um zur richtigen Zeit am richtigen Platz zu sein.  

6. Erfolgskontrolle 

Zu guter Letzt, vergiss nie, die, am Anfang gesteckten Ziele zu verfolgen und regelmäßig zu evaluieren. Sehr selten kommt es vor, dass eine Marketing-Aktivität direkt Feedback bietet doch, kannst du ganz einfach anhand der verkauften Touren, Produkte oder Zimmer und der Marketingmaßnahme den Erfolg errechnen.  

Chefkoch-Tipp
Wenn du bemerkst eine Marketing Aktion bringt nicht die Ergebnisse, die sie soll, ist das Beste nachzuforschen und Änderungen vorzunehmen. Das ist ganz ähnlich wie beim Palatschinken machen: die Erste wird meistens nicht perfekt! Trau dich und steck nie den Kopf in den Sand.  


Auch die Heimtbummlerinnen arbeiten mit einem Marketingplan

Auch du kannst Chefkoch sein!  

Wie du siehst entsteht effektives und gewinnbringendes Marketing nicht im Jetzt und Sofort, sondern braucht Planung, Vision und Ziele. Doch die Arbeit lohnt sich – versprochen. Und wenn dann doch mal ein größeres Marketingprojekt ansteht, über das du dich als Hobbykoch nicht drüber traust, gibt es noch immer die Expert*innen.  
Marketing Agenturen und Freelancer sind dafür ausgebildet deine Vision in die Realität zu setzten. Das Wichtigste bei der Agenturwahl ist, dass du dich als Betrieb mit der Agentur identifizieren kannst.  
Also liebe Köche und Köchinnen, ran geht’s an euer Marketing Rezept!

 


Quellen

Aufbau eines Marketing Plan

Marketing einfach erklärt



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